
aktualisiert am: 25. Juli 2008
Presseberichte Juli 2008
vom 3.7.2008 Fröhlicher Gesang lockte zahlreiche Gäste
Sinzheim-Leiberstung (AN). Grund zum Feiern hatten die Leiberstunger Sänger des MGV 1875 Leiberstung. Ihren mittlerweile zwölften "Dorfhock" feierten sie gemeinsam mit ihren vielen Gästen aus Leiberstung und den umliegenden Ortschaften. Gemütlich hergerichtet präsentierte sich denn auch die "Festmeile" hinter der Leiberstunger Wendelinushalle. Schon von weitem konnte man den Duft von frisch gebratenen Würsten, das festtypische Stimmengewirr und zwischendurch immer wieder Gesang vernehmen. Schon kurz nach dem Fassanstich füllte sich der Festplatz zusehends. Auch die Kinder hatten ihren Spaß, weil der ins Festgelände eingebundene Spielplatz zum Toben und Spielen einlud. Bei Kühlem aus dem Leiberstunger Sängerkeller und den beliebten heißen Würstchen vom Grill, konnte man es sich so richtig gutgehen lassen. Doch nicht nur gutes Essen wurde an diesem Sommerabend geboten. Zu einem zünftigen "Sängerhock" gehört auch Musik - und dieser konnte man an diesem Abend abwechslungsreich lauschen. Befreundete Sänger Bereits traditionell besuchen befreundete Vereine die Leiberstunger Sänger bei ihrem Dorfhock und gestalten mit bekannten Melodien den Abend. Aus der Nachbarschaft angereist waren die Sänger des "Sängerbund Schwarzwach". Aus der Stabsgemeinde besuchten der Männerchor des "MGV Fremersberg Sinzheim" und dessen Frauenchor "Ladies First" die Leiberstunger. Bereits seit einigen Jahren gern gesehene Gäste sind die Sänger des "MGV Selbach" und des "Sängerbund Sulzbach", die mit dem Leiberstunger MGV eine langjährige Freundschaft verbindet. Auch die Sänger der "Dorfgemeinschaft Waldmatt" hatten sich im Wendelinusdorf eingefunden, um mit spontanen Liedvorträgen die Gäste des Abends zu unterhalten und den Leiberstungern ihre Referenz zu erweisen. Aus Elchesheim kam das Gesangsprojekt "Double Six" nach Leiberstung, welches ebenso wie die Schwarzacher Sänger und der Sinzheimer Frauenchor unter der Stabführung von Leiberstungs Chorleiterin Almut Grißtede ihr Können zum Besten gab. Ein besonderer Höhepunkt waren die "Badischen Tonrohre", welche mit ihren Alphörnern alpenländisches Flair in das Wendelinusdorf brachten. Herrlich anzusehen entlockten die Bläser ihren mächtigen Instrumenten romantische Klänge vor der malerischen Kulisse der dunkel bewaldeten Hänge des Schwarzwaldes im Sonnenuntergang. Einmal mehr hatte sich Wettermacher Petrus als Freund der Leiberstunger
Sängerkameraden gezeigt und den Abend mit milden Temperaturen und einem grandiosen
Sonnenuntergang untermalt. Bei bestem Wetter und viel Musik hatten denn auch die
fleißigen Hände in der Küche, hinter dem Grill und der Getränketheke viel zu tun, um
die Gäste des Abends zu verwöhnen. |
vom 5.7.2008 Gemütlicher Abend des MGV mit viel Gesang / Alphornbläser sorgen für
ein besonderes Erlebnis
Sinzheim (red) - Grund zum Feiern hatten die Leiberstunger Sängerkameraden des MGV 1875 Leiberstung. Ihren mittlerweile zwölften "Dorfhock" feierten die Sänger gemeinsam mit ihren vielen Gästen aus Leiberstung und den umliegenden Ortschaften, heißt es in einer Mitteilung. Gemütlich hergerichtet präsentierte sich die "Festmeile" hinter der Leiberstunger Wendelinushalle. Schon von weitem konnte man den Duft von frisch gebratenen Würsten, das festtypische Stimmengewirr und zwischendurch immer wieder Gesang vernehmen. Schon kurz nach dem Fassanstich füllte sich der Festplatz zusehends. Auch die Kinder hatten ihren Spaß, da der Spielplatz zum Toben und Spielen einlud. Zu einem zünftigen "Sängerhock" gehört auch Musik. Traditionell besuchen befreundete Vereine die Leiberstunger Sänger bei ihrem Dorfhock und gestalten mit bekannten Melodien den Abend. Aus der Nachbarschaft angereist waren die Sängerkameraden des "Sängerbunds Schwarzach". Aus der Stabsgemeinde besuchten der Männerchor des "MGV Fremersberg Sinzheim" und dessen Frauenchor "Ladies First" die Leiberstunger. Bereits seit einigen Jahren gern gesehene Gäste sind die Sänger des "MGV Selbach" und des "Sängerbunds Sulzbach", die mit dem Leiberstunger MGV eine langjährige Freundschaft verbindet. Auch die Sänger der "Dorfgemeinschaft Waldmatt" hatten sich im Wendelinusdorf eingefunden, um mit spontanen Liedvorträgen die Gäste des Abends zu unterhalten. Aus Elchesheim kam das Gesangsprojekt "Double Six" nach Leiberstung, das ebenso wie die Schwarzacher Sängerkameraden und der Sinzheimer Frauenchor unter der Stabführung von Leiberstungs Chorleiterin Almut Grißtede sein Können zum Besten gab. Ein besonderes musikalisches Highlight setzten die "Badischen Tonrohre", die mit ihren Alphörnern alpenländisches Flair herbeizauberten. Herrlich anzusehen, entlockten die Bläser ihren mächtigen Instrumenten romantische Klänge vor der malerischen Kulisse der dunkel bewaldeten Hänge des Schwarzwalds im Sonnenuntergang. Einmal mehr hatte sich Wettermacher Petrus als Freund der Leiberstunger Sängerkameraden gezeigt und den Abend mit milden Temperaturen und einem grandiosen Sonnenuntergang untermalt. |
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vom 11.7.2008 Kommission besichtigt Dörfer Bühl/Rheinmünster/Sinzheim (red) Auch im Landkreis Rastatt startet der 23. Landes-wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft", der früher den Namen "Dorfverschönerungswettbewerb" hatte. Wie der Vorsitzende der Bewertungskommission, der erste Landesbeamte Jörg Peter, mitteilt, stehe die Würdigung der Anstrengungen vor Ort im Mittelpunkt, etwa bei der Beteiligung der Bürger an der Dorfentwicklung. Maßnahmen für eine kinder- und seniorenfreundliche Gemeinde sowie für den Natur- und Landschaftsschutz seien ebenso von besonderem Interesse. Bei den weichen Standortfaktoren für die Gemeinden spiele die ansprechende optische Gestaltung des Dorfes und der Umgebungslandschaft nach wie vor eine große Rolle. Wert werde aber auch auf Pflege und Erhalt der natürlichen Landschaft durch ehrenamtliches Engagement gelegt. Zum zweiten Mal nach 2007 werde die Bewertungskommission von einem Filmteam begleitet, um die vielfachen Leistungen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort in den Gemeinden zu dokumentieren und durch eine DVD auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Eindrücke vor Ort, die gerade auch den Vertretern der Kreistagsfraktionen in der Bewertungskommission vermittelt würden, könnten Hinweise auf politische Gestaltungsmöglichkeiten bei der Landschafts- und Bauleitplanung geben. Die Kommission freue sich, dass die am Wettbewerb beteiligten Gemeinden Greffern, Leiberstung, Balzhofen, Au am Rhein, Steinmauern, Ottersdorf und Wintersdorf dieses Jahr die Chance haben, das bürgerschaftliche Engagement vor Ort zu präsentieren, so das Landratsamt. vom 11.7.2008 Kreisentscheid "Unser Dorf hat Zukunft" Bühl/Rheinmünster (red) - Im Rahmen des 23. Landeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" startet am Mittwoch, 16. Juli, auch im Landkreis Rastatt der früher unter dem Namen "Dorfverschönerungswettbewerb" durchgeführte Gemeinde-Wettstreit. Wie der Vorsitzende der Bewertungskommission, der Erste Landesbeamte Dr. Jörg Peter, mitteilt, stehe die Würdigung der Anstrengungen vor Ort im Mittelpunkt, etwa bei der Beteiligung der Bürger an der Dorfentwicklung. Maßnahmen für eine kinder- und seniorenfreundliche Gemeinde sowie für den Natur- und Landschaftsschutz seien ebenso von besonderem Interesse. Bei den weichen Standortfaktoren für die Gemeinden spiele die ansprechende optische Gestaltung des Dorfes und der Umgebungslandschaft nach wie vor eine große Rolle. Wert werde aber insbesondere auch auf die Pflege und den Erhalt der Landschaft durch ehrenamtliches Engagement gelegt. |
Zum zweiten Mal nach 2007 wird die Bewertungskommission von
einem Filmteam begleitet, um die vielfachen Leistungen der Bürger vor Ort in den
Gemeinden zu dokumentieren und später mittels einer DVD einer breiten Öffentlichkeit
zugänglich zu machen. Die Eindrücke vor Ort, die gerade auch den Vertretern der
Kreistagsfraktionen in der Bewertungskommission vermittelt werden, könnten Hinweise auf
die politischen Gestaltungsmöglichkeiten bei der Landschafts- und Bauleitplanung geben.
Wichtig sei hierbei auch die Vertretung der Fachverbände und Berufsgruppen wie der
Kreisgärtnerschaft, der Landfrauenvereinigung sowie des Kreis-Obst- und
Gartenbauverbandes. Der federführend von der kreiseigenen Beratungsstelle für Obst- und
Gartenbau veranstaltete Wettbewerb sei auch überregional erfolgreich, heißt es in einer
Mitteilung des Landratsamts. So belegte der Landkreis Rastatt in der Wettbewerbsperiode
2005 bis 2007 im Regierungsbezirk Karlsruhe den ersten Platz bei der Anzahl der
Teilnehmer-Gemeinden. In Baden-Württemberg rangiert Rastatt unter allen Landkreisen auf
Platz zwei. Die Bewertungskommission wird sich in diesem Jahr in den Gemeinden beziehungsweise Teilorten Au am Rhein, Steinmauern, Ottersdorf, Wintersdorf, Greffern, Leiberstung und Balzhofen umsehen. Örtliche Vertreter stellen bei den Besichtigungsterminen das bürgerschaftliche Engagement und die wesentlichen Arbeitsfelder zur Zukunftsgestaltung vor. vom 16.7.2008 Start frei für Wettbewerb Bühl/Rheinmünster/Sinzheim (red) Am heutigen Mittwoch startet der Kreisentscheid "Unser Dorf hat Zukunft". Dabei wird die Bewertungs- kommission in den Gemeinden Greffern, Leiberstung, Balzhofen, Au am Rhein, Steinmauern, Ottersdorf und Wintersdorf zu Gast sein. Wie der Vorsitzende der Bewertungskommission, der Erste Landesbeamte Jörg Peter, mitteilt, stehe die Würdigung der Anstrengungen vor Ort im Mittelpunkt, etwa bei der Beteiligung der Bürger an der Dorfentwicklung. Maßnahmen für eine kinder- und senioren-freundliche Gemeinde sowie für den Natur- und Landschaftsschutz seien ebenso von besonderem Interesse. Bei den "weichen Standortfaktoren" Filmteam begleitet die für die Gemeinden spiele die ansprechende optische Gestaltung des Dorfes und der Umgebungslandschaft nach wie vor eine große Rolle. Wert werde aber insbesondere auch auf die Pflege und den Erhalt der natürlichen Landschaft durch ehrenamtliches Engagement gelegt. Zum zweiten Mal nach 2007 wird die Bewertungskommission von einem Filmteam begleitet, um die Leistungen der Bürgerinnen und Bürger in den Gemeinden zu dokumentieren und durch eine DVD auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Landkreis Rastatt ist in der Wettbewerbsperiode 2005 bis 2007 im Regierungsbezirk Karlsruhe bei der Anzahl der Teilnehmer-Gemeinden die Nummer eins und belegt in Baden-Württemberg unter allen Landkreisen den zweiten Platz. |
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vom 16.7.2008 Ortsbegehung des Sinzheimer Gemeinderats / Ortsbaumeister: Der
Glockenturm wackelt / Bürgermeister: Beschluss nach Ferien
Von Christa Hoffmann In der Kapelle sei kein Platz zur Andacht, erklärte Naber den mehr als 20 anwesenden Gemeinderatsmitgliedern, der Sarg müsse vor dem Gebäude stehen. Die Folge: "Die Trauerfeier geht oft im Wetter unter." Ein größeres Vordach biete sich nicht an, "es sähe nach nichts aus und auch der finanzielle Aufwand wäre zu groß", meinte der Ortsvorsteher. Ursprünglich sei an eine Erweiterung des Gebäudes gedacht worden. Dessen Bausubstanz sei aber nicht erhaltenswert. Deshalb habe sich der Ortschaftsrat in einer Klausurtagung für den Abriss der alten Kapelle und einen größeren Neubau entschieden. Nicht zuletzt deshalb, weil sich langfristig die Frage nach einer Erweiterung des Friedhofs stelle, sagte Naber. dann würden sich die Urnenstelen in der Mitte des Gottesackers befinden. Gewünscht würde als Ersatz für die Kapelle ein mehreckiger Pavillon aus Holz und Glas, der die Trauergemeinde aufnehmen könne und in der Zeit außerhalb von Beerdigungen als Oase der Einkehr dienen solle. Die Bänke und das Bleiglasfenster aus dem alten Gebäude sollten dabei Verwendung finden. Dass ein Neubau kein Luxus sei, verdeutlichte Ortsbaumeister Richard Hörth: "Der Glockenturm wackelt." Außerdem werde die Glocke noch von Hand bedient. Nicht erst seit gestern ist die Sanierung ein Thema. 20000 Euro seien für die Erneuerung der Kapelle vor etwa zwei Jahren bereits veranschlagt worden, so der Ortsbaumeister. Als die Idee aufgekommen sei, den Glockenturm zu separieren, habe er sich an einen früheren Plan erinnert, den er einmal für einen Glockenturm im Kloster gezeichnet habe. Dieser Plan könne für Leiberstung verwendet werden. Für ein elektrisches Läutewerk veranschlagte Hörth rund 7000 Euro. Den vier Meter hohen Turm könnten die eigenen Zimmerleute des Bauhofs erstellen und noch im Spätjahr mit den Arbeiten beginnen. Die Glocke würde in vier Metern Höhe hängen, dann bliebe darunter noch Platz für weitere, "wenn vielleicht noch einmal einer eine Glocke spendiert". Bürgermeister Hans Metzner: "Nach der Sommerpause fällen wir einen Grundsatzbeschluss." |
vom 17.7.2008 "Erbärmlicher Zustand"
Sinzheim-Leiberstung (rock). Sorgen macht den Leiberstunger Bürgern und den Ortschaftsräten der Zustand der kleinen Kapelle auf dem Friedhof. Insbesondere der aufgesetzte Glockenturm sei in einem ,"erbärmlichen Zustand" wie Ortsvorsteher Alexander Naber den Sinzheimer Gemeinderäten bei ihrem Besuch vor Ort deutlich machte. Außerdem biete die Kapelle kaum Platz, bei Beerdigungen müssten die Leute draußen stehen bleiben, so der Ortsvorsteher. Dies sei vor allem bei schlechtem Wetter ein großes Problem. Zwar sei schon angedacht worden, ein Vordach als Wetterschutz anzubringen, doch sei dies unter anderem aus optischen Gründen wieder verworfen worden. Wie Alexander Naber informierte, sei eine andere Lösung möglich, nach der der Glockenturm als seperates Bauwerk auf dem Friedhof errichtet werden soll. Die Kapelle, bei der es sich um keine erhaltenswerte Bausubstanz handle, könnte abgebrochen und neu gebaut werden "mit viel Eigenleistung durch Ortschaftsräte und Bürger", wie der Ortsvorsteher versicherte. Dass die Kapelle und der Glockenturm in einem schlechten Zustand seien, bestätigte Ortsbaumeister Richard Hörth. Ein Glockenspezialist habe bereits das Bauwerk begutachtet. "Alles wackelt, wenn die Glocke schlägt", so Richard Hörth. Eine Sanierung sei teurer als ein Neubau. In einem ersten Schritt könnte der Glockenturm auf der Kapelle abgebaut und als eigenständiger Bau erstellt werden. Dies könnte noch im Spätjahr von eigenen Kräften, also von Seiten der Gemeinde, kostengünstig bewerkstelligt werden. Im zweiten Schritt müsste man sich dann Gedanken über die Zukunft der Kapelle machen. Ein Neubau der Kapelle wäre möglich, da ausreichend Platz vorhanden sei. Über die Bereitstellung der finanziellen Mittel müssen nun die Gemeinderäte bei ihren Beratungen für den neuen Haushalt entscheiden. |
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vom 18.7.2008 Jury des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" zu Gast in
Greffern, Leiberstung und Balzhofen / Kamerateam begleitet Juroren Bühl/Rheinmünster/Sinzheim (yd) - Viel Zeit bleibt den Ortsvorstehern nicht, um die Vorzüge ihrer Gemeinde anzupreisen: Nur eine Stunde lang weilt die Jury des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" in den Orten, dann reist sie weiter - zum nächsten Rathaus, zur nächsten Präsentation. Wer Eindruck hinterlassen will, muss sich etwas einfallen lassen. Die Gemeinden Greffern, Leiberstung und Balzhofen haben das getan: Dort waren die elf Juroren der Bewertungskommission des Landkreises am Mittwoch Nachmittag zu Gast. Ortsvorsteher Otmar Ziegler erwartet die Jury schon ungeduldig. Eine Powerpoint-Präsentation, wie eigentlich in den Vorgaben des Wettbewerbs gefordert, haben die Grefferner nicht erstellt: "Wir haben stattdessen ein Faltblatt drucken lassen", sagt der Ortsvorsteher und verteilt eifrig die bunten Info-Broschüren. Ziegler führt die Jury, die sich aus fünf Kreisräten, einer Vertreterin der Landfrauenvereinigung, zwei Fachberatern für Obst- und Gartenbau sowie Abgesandten der Kreisgärtnerschaft und des Kreis-Obst- und Gartenbauverbands zusammensetzt, allein durchs Dorf. Überall dabei ist auch ein Kamerateam, das eine DVD zum Wettbewerb erstellen soll. An prägnanten Stellen warten Grefferner Bürger auf die Kommission. Sie erzählen von der Pflege von Grünflächen oder des Soldatenfriedhofs. Die Jury achtet nämlich nicht nur auf hübschen Blumenschmuck oder schöne Vorgärten - auch das Engagement der Einwohnerschaft, das soziale Miteinander, Umweltschutzmaßnahmen oder wirtschaftliche Initiativen werden bewertet. Vor allem was die Leistung der Bürger betrifft, präsentiert sich Greffern gut: Ob nun Alois Hobmeier davon berichtet, wie er das Wegkreuz am Ortseingang geschnitzt hat oder ob August Schlörb den Juroren die Fahnen am Schiffermast erklärt - den Bürgern liegt viel an ihrem Dorf, das merkt auch die Jury.
Nach einer Stunde geht es weiter nach Leiberstung. Im Bus füllen manche der Juroren bereits die Bewertungsbögen ausgefüllt. Über die Schulter lassen sie sich dabei nur ungern schauen. In dem Sinzheimer Ortsteil angekommen, können die Kommissionsmitglieder sich ein wenig ausruhen. Ortsvorsteher Alexander Naber empfängt sie im Bürgersaal und präsentiert seine Gemeinde. Ein paar Bürger sind auch dabei. Beim anschließenden Rundgang wird Naber nicht müde, "sein" Leiberstung anzupreisen. Er habe die Einwohner vorher absichtlich nicht auf den Besuch der Jury hingewiesen: "Unser Dorf ist immer schön, da muss man nicht extra vorher das Fenstersims schrubben", sagt er lachend. "Regelrechte Parks" habe mancher Leiberstunger auf seinem Grundstück angelegt, schade, dass man die nicht besichtigen könne. Und dem "mediterranen Flair", das mancher Vorgarten versprühe, könne man sich nur schwer entziehen, meint der Ortsvorsteher. Auch auf die Fragen der Jury weiß er Antworten: "Woher kommt eigentlich die Endung '-ung'?", will einer wissen. "Aus dem Flämischen", antwortet Naber. Nach einer kurzen Stippvisite auf dem Schulhof geht es weiter nach Balzhofen.
In den Räumen der KJG hat der Bühler Stadtteil für die Kommission ein kleines Programm zusammengestellt: Der Chor des "Legolands" (so nennt man in Balzhofen scherzhaft das Neubaugebiet) singt ein Lied, Vereinsvorstände und "Neubürger" berichten von den Aktivitäten im Ort, es werden Fotos gezeigt - und die Katholische Frauengemeinschaft wartet mit Häppchen und eisgekühlter Bowle auf. In ihrer Bewertung wird die Jury Balzhofen später gerade für das Integrations-Konzept von Neubürgern loben. Jörg Peter, der Kommissionsvorsitzende, wischt sich nach der Rundfahrt durch Balzhofen den Schweiß von der Stirn: "Die Entscheidung wird hart." Zum Thema Drei Dörfer teilen sich Platz eins Bühl/Sinzheim/Rastatt (red) - Gleich drei Sieger wurden bei der diesjährigen Wettbewerbsrunde des Landeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" in der Wettbewerbsgruppe "Rheinebene" ermittelt. Einstimmig setzte die Bewertungskommission Balzhofen, Wintersdorf und Leiberstung auf das Siegertreppchen. Als Erstplatzierte erhalten die drei Gemeinden jeweils eine Prämie von 500 Euro. Auf Platz zwei konnte sich die Gemeinde Au am Rhein positionieren und erhält 300 Euro. Den dritten Platz erkämpften gemeinsam Ottersdorf und Steinmauern, verbunden mit einem Preisgeld von 200 Euro. Einen Sonderpreis errang Greffern. Die Gemeinde wird mit 100 Euro belohnt. |
Wie der Vorsitzende der Bewertungskommission, der Erste
Landesbeamte Dr. Jörg Peter, betonte, zeichneten sich alle teilnehmenden Gemeinden durch
eine schöne Ortsgestaltung und bemerkenswerte soziale Aktivitäten aus. Für Balzhofen habe man sich entschieden, weil der Ort erfreulicherweise noch über eine Grundversorgung, ein Angebot an Bauplätzen im innerdörflichen Bereich und eine gelungene Konzeption für die Integration von Neubürgern verfüge. An Leiberstung gefiel den Juroren das große Engagement des Ortschaftrats, der vielfältige Aktivitäten umsetzen helfe. Die Gemeinde praktiziere den Schutz von Wasser und Natur auf beste Art und Weise. Der Gemeinde Greffern sprach man einen Sonderpreis für das bemerkenswerte Engagement einzelner Bürger zu. Wie das Landratsamt mitteilt, werden im Herbst die Urkunden und Geldpreise übergeben und die erstellte DVD präsentiert. vom 18.7.2008 Balzhofen und Leiberstung auf Spitzenplatz
Bühl/Sinzheim (red). Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" - Bühl-Balzhofen, Rastatt-Wintersdorf und Sinzheim-Leiberstung siegen. Gleich drei Sieger wurden beim Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" in der Gruppe "Rheinebene" ermittelt. Einstimmig setzte die Bewertungskommission Balzhofen, Wintersdorf und Leiberstung auf das Siegertreppchen. Mit dem ersten Platz ist für die drei Sieger jeweils eine Prämie von 500 Euro verbunden. Auf Platz kam Au am Rhein (Geldprämie 300 Euro). Dritte wurden gemeinsam Ottersdorf und Steinmauern (jeweils 200 Euro), einen Sonderpreis errang Greffern ( 100 Euro). Wie der Vorsitzende der Bewertungskommission, Erster Landesbeamter Dr. Jörg Peter, mitteilte, war in diesem Jahr die Entscheidung ein sehr knappes Rennen. Alle Teilnehmergemeinden zeichneten sich durch eine schöne Ortsgestaltung und bemerkenswerte soziale Aktivitäten aus. Angesichts der hervorragenden Vorbereitung des Wettbewerbs in den Teilnehmerortschaften und der ansprechenden Präsentation sei die Entscheidung der Kommission für die Platzvergabe zwar einstimmig erfolgt, durch das allenthalben hohe Niveau aber eng ausgefallen. Die schöne Ortschaft Balzhofen der Großen Kreisstadt Bühl, eingebettet zwischen Garten- und Streuobstflächen, habe als Meine Ortschaft mit 720 Einwohnern erfreulicherweise noch eine Grundversorgung mit Bäckerei, Metzgerei und Postagentur. Zudem ein Angebot von Bauplätzen im innerdörflichen Bereich und eine sehr gelungene Konzeption für die Integration von Neubürgern durch die Initiative "Legoland", in Anspielung auf die dortigen kleineren Baugrundstücken. Die Balzhofener Vereine verstehen sich als Dorfgemeinschaft, gerade wenn es darum gehe, Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Musikverein, Feuerwehr, Frauengemeinschaft, Obst- und Gartenbauverein und die KJG ziehen an einem Strang. Über das Kinderhaus "Regenbogen" werden Betreuungsplätze für Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren angeboten, so dass Familien vor Ort ihre Kinder gut betreut wissen. Die an Einwohner (837) "kleine" Ortschaft Leiberstung der Gemeinde Sinzheim zeichnet sich durch großes Engagement des örtlichen Ortschaftsrates aus, der vielfältige Aktivitäten der Dorfgemeinschaft anstoßen und umsetzen helfe. Die auch überregional durch den "Wendelinus-Ritt" bekannte Ortschaft biete nicht nur mit Kindergarten und Grundschule den örtlichen Familien ein optimales Betreuungsangebot für die Kinder an, sondern zeige auch durch die Schaffung etwa natürlicher Versickerungsmulden hinter dem Schulgebäude, dass das Bewusstsein für den notwendigen Schutz von Wasser und Natur vor Ort praktiziert werde. Greffern errang einen Sonderpreis durch bemerkenswertes Engagement einzelner Bürger, etwa bei der Gestaltung des Schiffermuseums sowie der Begrünung im Ort. Die Schiffertradition ist in Greffern nicht vergessen: Viele Flaggen, Anker in mannigfachen Formen und Größen zieren Vorgärten, Plätze und Hauswände. Auch die durch private Initiative getragene Grabpflege der im Ort gefallenen Soldaten des Zweiten Weltkriegs unterstreicht die Bedeutung der Traditionspflege für die Ortschaft. Die Gemeinde Au widmet sich der Pflege der Landschaft, gerade der für die Raumschaft typischen Streuobstwiesen. So wurden in den vergangenen Jahren über 1 000 Obstbäume in der Landschaft gepflanzt. Ottersdorf kann mit vielfältigen Aktivitäten der Vereine sowie mit dem Riedmuseum glänzen, das durch ein neues Backhaus für die Dorfgemeinschaft weiter an Attraktivität gewinnt. Steinmauern überzeugt durch die maßvolle Fortentwicklung der baulichen Entwicklung und der Sanierung des Dorfkerns. |
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vom 19.7.2008 Neuer Dorfladen soll Infrastruktur aufwerten Sinzheim-Leiberstung (an). Dem großen Ziel, wieder ein Einkaufsmöglichkeit im Sinzheimer Teilort Leiberstung zu haben, will man noch vor der Sommerpause ein Stück näher kommen. Nachdem bereits 2000 der Versuch unternommen wurde, in Leiberstung wieder eine Einkaufsmöglichkeit anzusiedeln, konnte man mit einem privaten Investor erste Erfolge erzielen und einen "Dorfladen" eröffnen. Hierdurch hatten nicht nur die Leiberstunger Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Dinge des täglichen Bedarfs im "Lädle" einzukaufen, auch zahlreiche Schiftunger und Halberstunger Bürger nahmen dieses Angebot wahr. Aufgrund persönlicher Differenzen zwischen Betreiber und Pächtern des Ladens kam fünf Jahre später das "Aus". Dies war für die Bürger schmerzlich, denn merkten sie jetzt erst richtig, wie sehr der "Dorfladen eine Aufwertung der Infrastruktur bedeutet und die dörfliche Eigenversorgung gesichert hatte. Dies wieder sicherzustellen ist das Ziel, welches sich Ortsverwaltung und Ortschaftsrat gesetzt haben. Neben dem privaten Investorenmodell hatte man sich bereits früh mit der Möglichkeit einer "Dorfladengenossenschaft" auseinandergesetzt und entsprechende Gespräche mit dem Badischen Genossenschaftsverband geführt, sowie beim "Kommunalfrühstück" der Volksbank Baden-Baden/Rastatt erweiterte Kontakte zu diesem Thema geknüpft. Grundlage ist eine von Bürgern und Institutionen getragene |
Genossenschaft; sie tritt als Betreiber des Geschäftes auf und
erledigt Ein- und Verkauf, sowie Personal- und Gebäudemanagement. Diese Konstrukte birgen
zahlreiche Vorteile. Zum einen ist die Gewinnerwartung dieser Genossenschaft eine andere,
als bei einem privaten Betreiber, zum anderen "bindet" und "verbindet"
sie die Bürgerinnen und Bürger, welche sich mit Anteilen an der Genossenschaft
beteiligen, mit "ihrem" Dorfladen und dies bedeutet wiederum Einkaufsmotivation.
Bürgerinformation Um nun die Bürger genauer über das Modell dieser Genossenschaft zu informieren und gleichzeitig das Konzept für den Genossenschaftsladen vorzustellen, wollen Ortschaftsrat und Ortsverwaltung in einer öffentlichen Bürger-Info diese Themen besprechen. Am Dienstag, 22. Juli, lädt man deshalb alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in das Gasthaus "Pflug" nach Leiberstung ein. Gast des Abends wird Dr. Ansgar Horsthemke vom Badischen Genossenschaftsverband sein, welche über das Wesen und die Vorteile einer Genossenschaft berichten wird. Gleichzeitig sollen das Konzept des Dorfladens, Standort und die Sortimentsauswahl vorgestellt werden. Mittels einer Flugblattaktion in den beiden Teilorten Leiberstung und Schiftung hat man in den vergangenen Tagen die Bürger auf das Thema aufmerksam gemacht. Nun hofft man in Leiberstung darauf, dass der Wunsch nach einem "Dorfladen" die Bürger auch bewegt, sich dem Konzept zu öffnen. "Wir wollen an diesem Abend informieren und die Resonanz testen", so Ortsvorsteher Alexander Naber. Danach soll entschieden werden, ob es weitergeht auf dem Weg zur Genossenschaftsgründung und die Zeichnungswilligkeit von Anteilen abgefragt werden. "Die Ortsverwaltung und der Ortschaftsrat können das Projekt nur anstoßen und die Initialzündung geben,", erklärt Ortsvorsteher Alexander Naber. "Die Genossenschaft bilden, sie gründen und mit Leben erfüllen, müssen die Bürger!" so Naber weiter. |
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vom 24.7.2008 Leiberstunger Ortschaftsrat wirbt für Gründung einer Genossenschaft /
Möglichst zeitnah Mitstreiter gesucht, die Anteile zeichnen
Von Christa Hoffmann Sinzheim - "Vermissen Sie ihn auch? Unseren Dorfladen?" Diese rhetorische Frage von Leiberstungs Ortsvorsteher Alexander Naber haben viele offenbar mit Ja beantwortet. Knapp 100 Interessierte waren am Dienstagabend seiner Einladung gefolgt, um sich über die Gründung einer Dorfladen-Genossenschaft zu informieren. Das Nebenzimmer des Lokals war bis auf den letzten Platz besetzt und Naber von dem "Zuspruch positiv überrascht". Der Ortsvorsteher erinnerte daran, dass vor sechs Jahren ein Dorfladen in Leiberstung eröffnet, aber aufgrund persönlicher Differenzen zwischen Betreiber und Pächter nach fünf Jahren wieder geschlossen worden sei. Nun soll es einen neuen Anlauf geben. Der Vorteil sei die Sicherstellung der Nahversorgung, die damit verbundene Unabhängigkeit vom Auto oder Bus bei kleinen Besorgungen, die Förderung des Miteinanders und der Gemeinschaft, sagte Naber, der auch im Namen des gesamten Ortschaftsrats sprach. "Nur um morgens frische Brötchen zu holen, müssen jeden Tag mehrere Kilometer mit dem Auto oder Fahrrad zurückgelegt werden", gab der CDU-Politiker zu bedenken. Betrachte man die aktuellen Spritpreise, seien dies teure Brötchen. Starten könne ein solcher Laden zunächst mit einem kleinen Sortiment aus Waren des täglichen Bedarfs wie Brot und Brötchen sowie einem kleinen Angebot an Wurst und Fleisch, erklärte Naber. Später könnten das Trockensortiment und die Getränkeauswahl erweitert und eventuell Obst und Gemüse, eine Tiefkühltruhe und Molkereiprodukte hinzugenommen werden. Außerdem sei die Belieferung durch regionale Anbieter wünschenswert. "Wichtig ist, dass der Laden kundenorientiert wächst", so Naber. Letztlich bestimmten aber die Mitglieder und die Geschäftsführung über das Konzept. Naber schlug vor, einen Genossenschaftsanteil auf 25 Euro festzulegen. Ersten Überlegungen zufolge benötige die Genossenschaft ein Startkapital in Höhe von rund 35000 Euro. Darin enthalten seien der Ankauf der Einrichtung, der Kauf des ersten Warenbestands, die Anmietung des Gebäudes und die ersten Löhne. Untergebracht werden könne der Dorfladen laut Naber ziemlich zentral in der Leiboldstraße. Dort ziehe das Blumengeschäft aus. Naber will in den nächsten Tagen Flugblätter verteilen, um genügend Mitstreiter zu finden, und dann die Sommerpause nutzen, um die Genossenschaft eventuell auf den Weg zu bringen. "Helfen Sie mit", warb er um Unterstützung. "Sie finanzieren Ihr eigenes Unternehmen", erklärte Ansgar Horsthemke vom Badischen Genossenschaftsverband (siehe Kasten). Er würde die Leiberstunger Gründung mit Rat und Tat begleiten. Horsthemke betonte die Einbindung der Bürger. Es gebe bereits Zusagen von Handwerkern, die beim Umbau helfen würden, gab der Ortsvorsteher bekannt. Die Landwirte vom St.-Vinzenz-Hof seien auch bereit mitzumachen. Bedenken einer Interessierten bezüglich der Konkurrenz zum "rollenden Bäcker", der zwei Mal in der Woche komme, zerstreute Naber: Er könne doch den Laden täglich beliefern. Wichtig sei es, dass jeder, der von der Idee überzeugt sei, baldmöglichst angebe, wie viele Anteile er zeichnen wolle. "Diese Angaben werden selbstverständlich vertraulich behandelt", versicherte der Ortsvorsteher. Je nachdem, wie lange es dauere, um die Summe zusammenzubringen, könne frühestmöglich in drei Monaten die Genossenschaft gegründet werden. Bedenken eines Sinzheimer Ladeninhabers, dass kaum ein Lieferant Interesse an so geringen Mengen habe, wie sie im Dorfladen gebraucht würden, und eine eventuell zu geringe Nachfrage nach frischen Produkten, die dann weggeworfen werden müssten, stießen zwar nicht auf taube Ohren. Horsthemke meinte aber, dass im Gegensatz zu Einzelhändlern der Dorfladen keine Gewinne machen müsse. In der Anfangsphase sei es deshalb auch besonders wichtig, dass sich viele Ehrenamtliche zum Mitarbeiten fänden. Im Übrigen würde das Gründungsgutachten des Verbands kein grünes Licht geben, wenn das betriebswirtschaftliche Konzept nicht überzeuge, so der Experte. Zum Thema Genossenschafts-Gründung Sinzheim (cri) - Ansgar Horsthemke, beim Badischen Genossen- schaftsverband zuständig für Genossenschaftsneugründungen, erklärte in Leiberstung das Genossenschaftsprinzip. Die Rechtsform sei eine eingetragene Genossenschaft (eG). Die Generalversammlung wählt den Vorstand (Geschäftsführungsorgan) und den Aufsichtsrat (Kontrollgremium). Bei mehr als 20 Mitgliedern müssen dem Vorstand mindestens zwei, dem Aufsichtsrat mindestens drei Mitglieder angehören. Jedes Mitglied hat, unabhängig von der Zahl seiner Anteilsscheine, eine Stimme. Dividenden können ausgeschüttet werden. Rückstellungen erfolgen nach Gesetz und Satzung. Außerdem sei die eG förderfähig, und spätestens alle zwei Jahre werde die Genossenschaft geprüft, so Horsthemke. Die Haftung für Mitglieder kann ausgeschlossen werden, sie haften dann nur mit ihren Anteilen. Jeder kann mehrere Anteile erwerben. Es sind mindestens zehn Prozent der Summe zu zahlen, der Rest kann in Raten beglichen werden. |
vom 25.7.2008 Genossenschaft für Dorfladen in Leiberstung
Sinzheim-Leiberstung (AN). Ganz im Sinne des Genossenschaftsgedankens verlief die Informations- veranstaltung zum Thema "Gründung einer Dorfladen- Genossenschaft" in Leiberstung. Denn zusammenstehen und zusammenrücken war angesagt, da der große Saal des Gasthauses "Pflug" fast nicht ausreichte, um der großen Zahl der Zuhörer zu fassen. Schnell wurden noch Stühle aus der Gartenwirtschaft herbeigebracht, um den nahezu 100 Bürgern Platz bieten zu können. Ortsvorsteher Alexander Naber zeigte sich erfreut über den regen Zuspruch. den die Ortsverwaltung mit ihrer Initiative zur Gründung einer Dorfladen-Genossenschaft ausgelöst hatte. Sowohl aus Leiberstung als auch aus Schiftung waren Interessenten gekommen. Naber berichtete zunächst über die Geschichte des "letzten" Dorfladens in Leiberstung und der großen Lücke, die die Schließung vor zwei Jahren im Dorf hinterlassen habe. Sein Bemühen war es, diese Lücke wieder zu schließen und wieder einen Dorfladen in Leiberstung anzusiedeln. Dieser soll zum einen die Grundversorgung der Bürger in dem fast 850 Einwohner zählenden Dorf und dem Nachbarort Schiftung sichern, gleichzeitig aber auch den konzentrierten Einkauf für Vereine oder Veranstaltungen ermöglichen. Das Sortiment des neuen Dorfladens soll in drei Phasen ausgebaut werden. Wichtigstes
Ziel sei die Versorgung mit Backwaren, einem begrenzten Sortiment an Wurst- und
Fleischwaren sowie Käse und den Dingen des täglichen Bedarfes. In einer zweiten Phase
sollen Getränke hinzukommen und das Trockensortiment ausgebaut werden, um schlussendlich
in Phase drei das Sortiment um saisonales Um von Konzernen, Ketten oder privaten Investoren unabhängig zu sein, will man als Träger dieses neuen Ladens eine Genossenschaft ins Leben rufen, die von den Bürgern des Dorfes, Institutionen und Firmen sowie Gönnern getragen werden soll. "Die Ausschüttung von Dividende ist nicht unser primäres Ziel, sondern der Erhalt einer gewissen Eigenständigkeit und Unabhängigkeit in der Versorgung unserer Bürger", so Naber. Wie das Prinzip der Genossenschaft funktioniert, welche Vorteile diese Geschäftsform in sich birgt und welche Vorgaben beachtet werden müssen, erläuterte Ansgar Horsthemke vom Badischen Genossenschaftsverband. "Ein Mitglied - eine Stimme", war immer wieder zu hören. Egal wie viele Anteile an der Genossenschaft gezeichnet würden, immer sei man mit einer Stimme berechtigt, am Geschehen mitzuwirken "Sie sind vor bösen Überraschungen geschützt und brauchen keine Angst vor Heuschrecken zu haben", so Horsthemke. Das Konzept der Ortsverwaltung sieht vor, alle anfallenden Arbeiten durch Mitglieder der Genossenschaft sowie durch freiwillige Helfer und Teilzeitkräfte zu erledigen, die allesamt aus dem Dorf kommen sollen. "Teilzeit in der Nachbarschaft" oder "Alle im Dorf für das Dorf" lauteten die Schlagwörter in Nabers Vortrag. Zahlreiche Ideen lägen in der Schublade bereit, so der Ortsvorsteher, Gespräche mit potenziellen Lieferanten seien bereits geführt worden und Zusagen lägen vor. "Es geht nun darum herauszufinden, ob das Konzept bei den Bürgern Anklang findet oder ob wir uns endgültig von einem Dorfladen verabschieden müssen" sagte Naber. Die Antwort darauf hielt er wenig später in Form einer Liste mit dem Namen von bereits 60 Zeichnungswilligen in Händen. Die Ortsverwaltung will nun ihre Aktivitäten fortsetzten, um schnellstmöglich wieder eine Einkaufsmöglichkeit in Leiberstung zu schaffen. In den nächsten Wochen soll ein Flugblatt in alle Haushalte in Leiberstung und Schiftung gehen. |
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vom 25.7.2008 Beschwerdestelle wird eingerichtet Rheinmünster (ar). Ein erster Schritt zur besseren Verträglichkeit zwischen den Betreibern des Fahrsicherheitszentrums auf dem Baden Airpark und den vom Lärm geplagten Anwohnern ist getan. Vor wenigen Tagen haben der Zweckverband Söllingen, der Landkreis Rastatt und das Fahrsicherheitszentrum eine gemeinsame Absichtserklärung unterschrieben, wie Verbandsvorsitzender Helmut Pautler in der öffentlichen Verbandsversammlung am Donnerstag bekannt gab. Mehrfach hätten sich die Betreiber des Fahrsicherheitszentrums im ersten Betriebsjahr 2007 für die Lärmbelästigungen entschuldigen müssen, bemerkte Pautler. Im vergangenen Jahr sei der Betrieb zwar verträglicher geworden, doch sei es weiterhin zu Überschreitungen gekommen wenn auch in überschaubarer Anzahl. Nochmals habe man erfolgreich versucht, außerhalb der gerichtlichen Auseinandersetzung Gespräche aufzunehmen. Man wollte erreichen, dass sich die Betreiber auf ein Maß beschränken, das auch ein vernünftiges Auskommen mit der Nachbarschaft garantiert. Dies habe dazu geführt, dass sich der Zweckverband Söllingen, der Landkreis Rastatt und das Fahrsicherheitszentrum auf eine Absichtserklärung verständigt hätten. "Ein wichtiger Baustein in dieser Absichtserklärung ist die Unterrichtung der Öffentlichkeit", äußerte Pautler. In diesem Rahmen fand bereits unter der Regie von Landrat Jürgen Bäuerle eine Podiumsdiskussion statt, die im November dieses Jahres wiederholt werden soll. Abweichend von der bisher erteilten Betriebsgenehmigung darf zukünftig nach dieser Absichtserklärung an Samstagen nur noch bis 17 Uhr (bisher bis 20 Uhr), an Sonntagen ebenfalls nur bis 17 Uhr (bisher bis 18 Uhr) ein Fahrbetrieb mit Kraftfahrzeugen stattfinden. Veranstaltungen mit Motorrädern sollen generell nur noch an maximal 15 Sonntagen pro Jahr durchgeführt werden, wobei der Ablauf von Motorradveranstaltungen auch stärker reglementiert werden soll. Um die Öffentlichkeit besser vorab zu informieren, soll der für den Parcours geltende Veranstaltungskalender an die Anliegergemeinden versandt werden. Das Fahrsicherheitszentrum möchte eine Beschwerdestelle einrichten, an die sich Bürgerinnen und Bürger unmittelbar während den Veranstaltungen wenden können, heißt es weiter in der Vereinbarung. Es wird zugesichert, dass der Ansprechpartner etwaigen Beschwerden unverzüglich nachgeht und etwaige Verstöße abstellt. Vereinbart wurde weiterhin, die Wirksamkeit der Absichterklärung zum 30. September 2008 zu überprüfen. Für kommendes Jahr beabsichtigen die Unterzeichner der Absichtserklärung, auf der Grundlage der Überprüfung des Fahrbetriebs des Fahrsicherheitszentrums eine öffentlichrechtliche Vereinbarung mit Wirkung zum 1. Januar 2009 abzuschließen. So auch der Wunsch des Zweckverbandes, wie Pautler erklärte. |
vom 25.7.2008 Zweckverband Baden-Airpark, Landkreis und Fahrsicherheitszentrum einigen
sich / Absichtserklärung unterschrieben Rheinmünster (yd) - Die Anwohner des Fahrsicherheitszentrums Baden-Airpark sollen ihre Wochenenden bald mit etwas mehr Ruhe genießen können. Wie gestern in einer Sitzung des Zweckverbands Gewerbepark mit Regionalflughafen Söllingen bekanntgegeben wurde, haben der Verband und der Landkreis Rastatt eine Absichtserklärung unterzeichnet. Diese Erklärung wird nun dem Betreiber des Fahrsicherheitszentrums zur Unterschrift vorgelegt. Abweichend von der bisher erteilten Betriebsgenehmigung, darf ab sofort an Samstagen nur noch bis um 17 Uhr (bisher bis 20 Uhr), an Sonntagen ebenfalls nur bis 17 Uhr (bisher bis 18 Uhr) Fahrbetrieb stattfinden. Veranstaltungen mit Motorrädern dürfen nur noch an 15 Wochenenden pro Jahr stattfinden. "Der Ablauf von Motorradveranstaltungen soll ohnehin in Zukunft noch mehr reglementiert werden", betonte der Verbandsvorsitzende Helmut Pautler. Gerade im ersten Jahr nach der Eröffnung des Fahrsicherheitszentrums sei das Ganze für die Anwohner "nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig" gewesen. Es sei zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung gekommen. Alle Beteiligten hätten sich dennoch wieder an einen Tisch gesetzt. "Wir wollten erreichen, dass der Betreiber sich auf ein Maß beschränkt, das ein vernünftiges Auskommen mit der Nachbarschaft ermöglicht", so Pautler. Zeitintensive und schwierige Verhandlungen seien nötig gewesen, bevor sich beide Seiten bereit erklärt hätten, die Absichtserklärung in ihrer jetzigen Form zu unterschreiben. Pautler dankte vor allem dem Hügelsheimer Bürgermeister Reiner Dehmelt und Werner Messinger, Geschäftsführer des Zweckverbands, für ihren Einsatz. Alle Forderungen habe man zwar nicht durchsetzen können, "aber so ist das nun mal bei Kompromissen", meinte Pautler. Mit der Absichtserklärung ist aber noch nicht das letzte Wort in der Sache gesprochen. Der Verband plant, sie zum 1. Januar 2009 durch eine "griffigere Vereinbarung", etwa in Form eines öffentlich-rechtlichen Vertrages, zu ersetzen. "Das haben wir auch dem Betreiber signalisiert, und der hat durchaus Interesse bekundet. Die Tür ist ein Stück weit geöffnet", zeigte sich Werner Messinger zuversichtlich. In Zukunft will der Zweckverband auch auf eine bessere Information der Öffentlichkeit setzen. Unter anderem wird fortan der für den Verkehrssicherheits-Parcours geltende Veranstaltungsplan an die Anliegergemeinden versandt. Außerdem soll im November erneut ein Informationsveranstaltung stattfinden. Dessen Betreiber verpflichtet sich außerdem, eine Beschwerdestelle einzurichten, an die sich Bürger unmittelbar während der Veranstaltungen wenden können und sichert zu, diesen Beschwerden nachzugehen. Im Rahmen der Sitzung verabschiedeten die Verbandsmitglieder außerdem einstimmig den Etat für 2008. "Etwas spät, aber die letzte Sitzung liegt nunmal weit über ein Jahr zurück", so Messinger. Das Gesamtvolumen des Haushalts beläuft sich auf rund 1,3 Millionen Euro, etwa 615913 Euro entfallen auf den Verwaltungs-, 702726 Euro auf den Vermögenshaushalt. Insgesamt kann ein Überschuss von 343343 Euro an die Verbandsmitglieder ausgeschüttet werden. |
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